Herausforderungen der Schiffsbefrachtung: Was vor der Festmachung eines Schiffes zu prüfen ist

Herausforderungen der Schiffsbefrachtung: Was vor der Festmachung eines Schiffes zu prüfen ist

Eine erfolgreiche Schiffsbefrachtung hängt von mehr ab als von der Verfügbarkeit eines Schiffes und der Frachtrate. Ladungseigenschaften, Schiffseignung, Hafenrestriktionen, Laycan, operative Bedingungen und die Bedingungen der Charter Party müssen berücksichtigt werden, bevor eine Fixierung abgeschlossen wird.

Eine gut vorbereitete Befrachtungsanfrage hilft Reedern und Maklern, die Anforderung richtig zu bewerten, und verringert das Risiko späterer kommerzieller oder operativer Probleme.

Ladungsangaben

Der Befrachtungsprozess beginnt mit genauen Ladungsangaben.

Eine vollständige Anfrage sollte in der Regel Folgendes enthalten:

  • Ladungsbezeichnung;
  • Menge;
  • Verpackung, sofern zutreffend;
  • Ladehafen;
  • Löschhafen;
  • Laycan;
  • Laderate;
  • Löschrate;
  • Tiefgangsbeschränkungen;
  • besondere Ladungsanforderungen.

Bei Breakbulk- und Projektladung sind Abmessungen und Einzelstückgewichte besonders wichtig.

Bei Massengut können der Stowage Factor und die Ladungseigenschaften die Schiffsauswahl beeinflussen.

Schiffseignung

Ein verfügbares Schiff ist nicht zwangsläufig ein geeignetes Schiff.

Bei Massengütern können folgende Faktoren wichtig sein:

  • Deadweight;
  • Tiefgang;
  • Laderaumkapazität;
  • Lukenabmessungen;
  • Rauminhalt;
  • Hafenrestriktionen.

Bei Breakbulk- und Projektladung können zusätzlich zu berücksichtigen sein:

  • Krankapazität;
  • Kranausladung;
  • Decksfestigkeit;
  • Lukenabmessungen;
  • Hebevorrichtungen;
  • Anforderungen an Laschung und Ladungssicherung;
  • Abmessungen und Gewichte der Ladung.

Die Schiffseignung sollte geprüft werden, bevor die kommerziellen Bedingungen endgültig festgelegt werden.

Laycan und Ladungsbereitschaft

Der Laycan sollte eine realistische Ladungsbereitschaft und die tatsächlichen Hafenbedingungen widerspiegeln.

Vor der Festmachung eines Schiffes sollten die Ladungsbeteiligten prüfen:

  • wann die Ladung tatsächlich verfügbar sein wird;
  • ob Liegeplatz- oder Terminalvereinbarungen bestätigt sind;
  • ob die Dokumente bereitliegen;
  • ob Hafenrestriktionen die Ankunft des Schiffes beeinträchtigen können;
  • ob die vorgeschlagene Laderate realistisch ist.

Ein unrealistischer Laycan kann zu zusätzlichen Verhandlungen, einem Schiffsaustausch oder einem Stornierungsrisiko führen.

Frachtrate und Reisebedingungen

Die Frachtrate ist nur ein Teil der kommerziellen Bewertung.

Weitere Faktoren können die Wirtschaftlichkeit der Reise wesentlich beeinflussen, darunter:

  • Lade- und Löschraten;
  • Demurrage;
  • Despatch;
  • Wartezeit;
  • Hafenkosten;
  • Bunkerpreise;
  • Schiffsposition;
  • Route;
  • Überlastung der Häfen;
  • Wetter;
  • Tiefgangsbeschränkungen.

Eine niedrigere Frachtrate führt nicht immer zu den niedrigsten Gesamttransportkosten.

Hafenrestriktionen

Hafenbeschränkungen können die Schiffswahl unmittelbar bestimmen.

Typische Restriktionen sind:

  • maximaler Tiefgang;
  • Schiffslänge;
  • Breite;
  • Deadweight;
  • Air Draft;
  • Liegeplatzabmessungen;
  • Kranbeschränkungen;
  • Tidenfenster;
  • Anforderungen an die Navigation bei Tageslicht.

Bei schweren und übergroßen Ladungen können auch die Geometrie des Liegeplatzes und die Verfügbarkeit von Landkranen relevant sein.

Diese Faktoren sollten vor der Fixierung geprüft werden und nicht erst nach der Nominierung des Schiffes.

Charter-Party-Bedingungen

Fixture Recap und Charter Party definieren die kommerziellen Pflichten der Parteien.

Wichtige Punkte können sein:

  • Frachtzahlung;
  • Laytime;
  • Demurrage;
  • Despatch;
  • Notices;
  • Ladungsdokumente;
  • Verantwortlichkeiten beim Laden;
  • Verantwortlichkeiten beim Löschen;
  • Konnossemente (Bills of Lading);
  • Kommissionen;
  • Steuern und Abgaben;
  • Ausnahmen.

Die anwendbaren Bedingungen variieren je nach Ladung, Route und Form der Charter Party.

Klare kommerzielle Bedingungen vor der Fixierung verringern das Risiko späterer Streitigkeiten.

Marktbedingungen

Frachtmärkte sind dynamisch.

Raten und Schiffsverfügbarkeit können sich ändern aufgrund von:

  • saisonalen Ladungsströmen;
  • regionalem Schiffsangebot;
  • Bunkerpreisen;
  • Wetter;
  • Überlastung der Häfen;
  • geopolitischen Ereignissen;
  • Veränderungen der Ladungsnachfrage.

Eine Frachtindikation spiegelt daher eine bestimmte Marktsituation wider und sollte nicht als fester Tarif verstanden werden.

Eine bessere Befrachtungsanfrage vorbereiten

Eine gute Anfrage ermöglicht dem Markt eine schnellere und genauere Reaktion.

Prüfen Sie vor dem Versand einer Ladungsanfrage, ob die folgenden Angaben vorliegen:

  • genaue Ladungsbeschreibung;
  • Menge;
  • Verpackung oder Abmessungen;
  • Lade- und Löschhäfen;
  • Laycan;
  • Lade- und Löschraten;
  • Hafenrestriktionen;
  • etwaige besondere Handhabungsanforderungen.

Genaue Angaben verbessern die Schiffsauswahl und machen Frachtvergleiche aussagekräftiger.

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